Bubbles 2.0
Freitag, 26. Oktober 2007 18:06
Wie schon berichtet zahlt Microsoft 240 Mio. Dollar für 1,6% von Facebook. Also für ein Unternehmen, welches heuer einen Gewinn von 30 Mio. Dollar bei einem Umsatz von 140 Mio. Dollar schreiben wird. Die 15 Mrd. Dollar, die Facebook nun Wert zu sein scheint (vor einem Monat war die Scätzung noch 10 Mrd Dollar) sollte doch sehr zu denken geben.
Facebook ist zwar aktuell die Web 2.0 Anwendung, welche am meisten diskutiert wird und in den Medien erscheint, wächst aktuell ca. 3-mal so schnell wie Myspace und verdoppelt die Anzahl der User alle 6-9 Monate (aktuell sind es über 46 Mio.), aber der von Microsoft bezahlte Preis ist jenseits von Gut und Böse. Seit einiger Zeit deutet vieles darauf hin, dass wir uns wieder in Mitten einer Blase befinden. Da nützt es auch nicht, wenn Ebay eingesteht, für Skype zuviel bezahlt zu haben, die Richtung scheint eindeutig.
Microsoft hat es sicher nötig, auf dem Web 2.0 Gebiet gegenüber Google aufzuholen bzw. zumindest aus den Startlöchern zu kommen. Zu ungeschickt und passiv bewegte sich der Riese bisher auf diesem Boden. So musste man zusehen, wie Google YouTube und Doubleklick, zwei strategisch sehr wichtige Player, einheimste. Microsoft hat hier die Entwicklung verschlafen und springt nun doch noch auf einen Zug auf, welcher sich in voller Fahrt befindet. Und das tut Weh, zumindest finanziell.
Natürlich ist es wichtig, dass man sich mit diesem Deal das Recht an Webung bei Facebook sichert und die Mitbewerber draußen hält. Aber noch viel wichtiger dürfte die Absicht sein, Facebook mit der Microsoft Search-Engine auszustatten.
Auf alle Fälle heißt es Festhalten, die Rally geht weiter…
Thema: Wirtschaft, web 2.0 | Kommentare (0) | Autor: roland.trebo
