Der Giro d’Italia war am Kronplatz, das Wetter hat gepasst, das Publikum war zahlreich vertreten und die Straße in Ordnung. Und somit ideale Voraussetzungen für ein unvergessliches Sportfest. Dort wo die Begleit-Motorräder Probleme mit der Steigung und dem Untergrund hatten (besonders die “3-räder“) legten Contador, Pelizzotti & Co. ein beeindruckendes Tempo auf den Schotter. Sieger würde übrigens Franco Pellizotti mit einer Zeit von 40′26″ (19,142 km/h) vor Emanuele Sella. Alberto Contador wurde 4. und verteidigte somit das Rosa Trikot.
Interessant war auch, wie viele internationale Gäste am Berg waren. Spanier, Russen, natürlich Deutsche aber auch Polen, Schweizer, Holländer und Belgier habe ich bemerkt. Und sehr viele davon waren mit dem Rad unterwegs. Die Gazzetta dello Sport schreibt von 120.000 Zuschauern (!!) entlang der 12,9 km langen Strecke, welche zum größten Teil von den Umlaufbahnen auf den Berg gebracht wurden! Also ich denke mal, das war eine Gelungene Werbung für den Kronplatz und auch für Südtirol.
Hier gibt’s noch einige Impressionen dieser Königsetappe, bei der der Sieger übrigens auch eine Krone aufgesetzt bekam…
Der Name ist Programm: Powerset ist ein neuer und sehr interessanter Ansatz zum Auffinden und Aufbereiten von Informationen im Internet.
Das Unternehmen, welches nicht weniger als die Art wie wir im Internet nach Informationen suchen revolutionieren will, liefert vorerst Ergebnisse aus der englischen Wikipedia. Neben Suchbegriffen versteht Powerset aber auch die Eingabe von Phrasen, wie sie in der gesprochenen Sprache vorkommen. Man kann mir Powerset also sprechen, wie mit einem „bot“.
Zudem werden die Suchergebnisse mit Informationen aus anderen Quellen vervollständigt und eine Menge von Querverweisen (z.B. über eine „tag cloud“ oder „factz“) zu relevanten Themen angezeigt. Als Ergebnis wird ein Dosier des gewünschten Begriffes oder der Suchphrase angezeigt, welches auf dem Wikipedia Eintrag basiert. Die Neuerungen liegen also vor Allem in der Struktur der Daten, welche als Ergebnis geliefert werden.
So liest man in den FAQ’s:
By initially focusing on the Wikipedia collection, Powerset showcases how our technology not only improves search results, but provides new ways to aggregate, summarize and navigate information.
Sieht auf den ersten Blick wirklich vielversprechend aus. Hier ein kurzes Präsentationsvideo:
Ob es auch Google gefällt? Oder Microsoft? Könnte gut sein, dass das Unternehmen sehr bald von einem der beiden Riesen geschluckt wird… würde mich eher wundern, wenn dem nicht so wäre.
Kein Wunder, stellte die „Agenzia delle Entrate” doch unlängst die ganzen Listen mit den von den Italienern im Jahr 2005 angegebenen Einkünften online. Dies hat verständlicherweise viel Staub aufgewirbelt und die Listen mussten auf Intervention des Garante auch sofort wieder aus dem Netz genommen werden. Wie so vieles im Netz sind aber auch diese Daten immer noch über p2p erhältlich und werden es wohl bleiben.
Interessant ist aber, was heute PI zu diesem Thema schreibt. Laut dem „Codice dell’Amministrazione Digitale“ werden die Daten über die Einkommen der italienischen Staatsbürger als „dati pubblici“, also als öffentliche Daten“ eingestuft und sind somit für jeden einsehbar. Diese Daten liegen normalerweise für die Dauer eines Jahres in der Gemeinde und im „ufficio imposte“ auf und können von jedem eingesehen werden.
Und wirklich eckt der Garante auch nur die Art an, wie jene Daten publiziert wurden. Im Regelwerk war die Veröffentlichung der Daten im Internet nicht vorgesehen.