Beiträge vom 8. Januar 2009

Blog zu verkaufen

Donnerstag, 8. Januar 2009 19:16

Nein, nicht mein Blog steht zum Verkauf, der (oder das?) Blog von Robert Basic. Wer Robert Basic ist? Robert ist “der Blogger” in Deutschland, sein Blog basicthinking rankt in den deutschen Blogcharts auf #1 und ist die #3 hinter spon und heise.de im Rivva Leitmedien-Ranking.

Die Ankündigung von Robert Basic hat in der Szene natürlich reichlich Staub aufgewirbelt, viele Diskussionen sind entfacht.

Was ist ein Blog ohne seinen Blogger wert? Also die “One Man Show” ohne den “One Man”, wie es in einem Kommentar treffend hieß. Robert erwartet sich Angebote ab 30k, hofft auf 100k, es scheint auch schon ein Angebot über 70k vorzuliegen. Wird stark davon abhängen, was jemand mit dem Blog machen will. Etwas in der Nähe von 100k sollte aber ein realistischer Preis für so ein Gebilde sein. Aber man weiß, dass sich diese Sachen auch hochschaukeln können und der Endpreis wesentlich höher sein kann.

Was ist mit den Inhalten/Kommentaren der Leser? Auch dieses Thema beschäftigt die Leser des Blogs in ihren Kommentaren. einige bestehen darauf, dass ihre Kommentare entfernt werden. Haben sie dazu überhaupt das Recht? Kann/darf man das web 2.0 überhaupt verkaufen?

Wie kann der Blog ohne seinen Autor weiterbetrieben werden? Was will der Käufer schlussendlich daraus machen? Aussaugen und verkommen lassen? Weiterführen? Neu definieren?

Besonders interessant für mich auch die Diskussion, was die Leute lesen, den Blog, also die Fakten, oder den Autor. Darüber wurde besonders ausführlich in der Werbeblogger Kuschelkautsch mit Roland Kühl-v.Puttkamer eingegangen. Schwierige Frage, aber ich denke bei einer One-man Show dürfte der Autor doch im Vordergrund stehen. Anderer Autor, andere Leserschaft, anderer Blog.

Die Blogs, die ich regelmäßig verfolge, sind zum Großteil auf den Autor ausgerichtet, oft eine Art Selbstdarstellung der Person, welche zu verschiedenen Themen Stellung nimmt, also die persönliche Meinung dazu abgibt, oder erlebtes erzählt. Diese persönliche Meinung kann gefallen, polarisieren, Anstoß zu Diskussionen oder sogar Streitereien sein. Aber sie wird oft gelesen, besonders wenn sie nicht immer Mainstream ist. Und Roberts Blog gehörte doch eher in diese Schublade

Andere Blogs stellen das Thema in den Mittelpunkt und beschränken sich darauf, im Netz gelesenes oder gefundenes weiterzugeben, haben oft mehrere Autoren. Auffallend, dass es bei diesen viel weniger Kommentare gibt als bei den personenbezogenen Blogs. Die Leute scheinen den Inhalt zur Kenntnis zu nehmen, äußern sich aber nur sehr selten dazu. Hier wäre ein Verkauf sicher weniger problematisch.

Inzwischen ist Roberts Blog nur sehr schwer zu erreichen, wackelt und neigt sich in der Besucherflut und dem Ruhm, welche die diversen Medien dem Blog in diesen Tagen bescheren (unter anderem berichten die Bild, der Spiegel, die Faz, und und und…).

Auf alle Fälle eine interessante Aktion, vielleicht ein Präzedenzfall, der noch einige Diskussionen bieten haben wird und dessen Ausgang nur schwer vorherzusagen ist

Gegen 6 Soll di Auktion auf Ebay losgehen…

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Thema: Marketing, web 2.0, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor:

WiTricity – alles drahtlos

Donnerstag, 8. Januar 2009 18:12

Kampf dem Kabelsalat! Was mit Bluetooth und WiFi vor einigen Jahren schon vielversprechend angefangen hat, scheint noch nicht das Ende der Fahnenstange zu sein. Worüber früher nur gescherzt wurde, wird nun endlich wahr: drahtlose Übertragung von Energie (Strom).

Mit der “WiTricitiy” (Wireless Electricity) genannten Technik brachten Forscher am MIT schon im Jahr 2007 erstmals eine 60 Watt Lampe in einer Entfernung von 2 Metern “drahtlos” zum leuchten. Nun wurden auf der CES in Las Vegas erste Geräte für den Consumer Markt vorgestellt. WiTricity könnte tatsächlich in absehbarer Zukunft den ganzen Kasten an Ladegeräten überflüssig machen, der sich bei mir in den letzten Jahren angesammelt hat: Handy, Notebook, Mouse, iPod, Camcorder, Digitalkamera haben über die Zeit Spuren hinterlassen, auch wenn es sie mittlerweile schon nicht mehr gibt. Aber auch diverse Fernsteuerungen oder das Ganze Kinderspielzeug funktionieren nicht nur bei mir notgedrungen mit Akkus, welche von Zeit zu Zeit geladen werden müssen.

Wenn sich die Technik weiterentwickelt und durchsetzt (derzeit übertragen existierende Gerate höchstens 1,5 Watt), könnte in einigen Jahren alles, was auf den mit WiTricity ausgestatteten Wohnzimmertisch gelegt wird oder sich in einem WiTricity-Raum befindet, automatisch aufgeladen oder drahtlos betrieben werden.

Auch die Bürotische könnten mit dieser Technik ausgestattet werden, Schluss mit dem lästigen anstecken der Geräte an Steckdosen, die immer sehr geschickt unter den Tischen oder hinter den Kästen platziert sind.

Die WiTricity-Technik selbst basiert auf elektromagnetischen Schwingungen und soll für Menschen und die Umwelt harmlos sein. Die genauen Details dazu gibt es hier.

Und hier noch ein kurzer Film dazu.

Klingt sehr vielversprechend und könnte eine große Sache werden, auch wenn ich die elektrosensiblen Gegner des Elektrosmog schon schimpfen höre…

(Quelle: baz.online)

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Thema: Technologie, trends, Wirtschaft | Kommentare (0) | Autor: