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SEO in Südtirol - reloaded

Mittwoch, 19. September 2007 16:05

Heute veröffentlicht die Tageszeitung eine Rechtfertigung der durch zweifelhafte Optimierungsmethoden in die Schlagzeilen gerutschten Betreibers des Tourismusportals “urlaub-suedtirol.it”. Dieser bedauert das geschehene und gibt die Verantwortung an ein „halbautomatisiertes System“ ab, bei welchem man „leicht die Übersicht verliert“.

Ich denke, mehr als die Assoziation mit dem unglücklichen Begriff „Sex“, welche bei nicht sauberem Arbeiten mit solch einem System wirklich passieren kann (aber nicht darf!), ist die ganze Strategie dieser Suchmaschinenoptimierung mehr als fraglich. Ein ganzer Sumpf von Domains, multipliziert mit unzähligen Sub-Domains, vollgestopft mit Schlüsselwörtern und Links, welche unter des Inhalts unleserlich Dunkelweiß auf Weis angeführt werden, natürlich alle als Hauptüberschrift (H1) deklariert. Vorausgeschickt, dass auch viele andere nicht ganz sauber arbeiten, finde ich es zumindest grotesk, dass man sich mit zig solcher Seiten noch rühmt, seriös zu sein (auch wenn man die Kontrolle über dieses Chaos verliert) und sich an die Richtlinien der verschiedenen Suchmaschinen zu halten.

Auffallend ist aber auch, wie sich doch überraschend wenige Mitbewerber zu Wort melden bzw. sehr bedeckt bleiben… ganz nach dem Motto „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen“ :)

Wie gesagt, ich denke, hiermit ist man sicher einen Schritt zu weit gegangen. Der einzelne Begriff kann ein Versehen gewesen sein, die angewendeten Optimierungsmethoden sind jedoch zweifelsohne gewollt und unsauber. Dies dürfte am Markt nicht ohne Auswirkungen bleiben.

Mal schauen, wie Google reagiert…

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Thema: Marketing | Kommentare (0) | Autor: roland.trebo

Suchmaschinenoptimierung at its best

Freitag, 14. September 2007 14:59

Vor ein paar Wochen beschwerte sich ein Bekannter bei mir über die Qualität der Suchergebnisse bei Google. Zu seinem Suchbegriff “webcam Königsspitze” bekam er als Ergebnis massenhaft Links auf ein Südtiroler Tourismusportal (www.urlaub-suedtirol.it) angeboten, auf welchem der gesuchte Inhalt dann natürlich nicht vorkam. Die Begriffe standen allerdings Grau auf Grau unter dem Content der Seite.

Letzte Woche suchte ein Bekannter aus Österreich ein Zimmer in Meran und machte eine ähnliche Erfahrung, immer mit der gleichen Seite. Auch er klagte mir sein Leid.

Heute dann der Knall mit dem Artikel in der Tageszeitung, der in der Südtiroler Torusimus- bzw. Internetlandschaft einigen Staub aufwirbelt. Ein potenzieller Gast aus Stuttgart findet bei seiner Suche nach einem Hotel in Latsch ein zweifelhaftes Ergebnis: Sex in Südtirol: Ferienwohnung Latsch Vinschgau. Der Link dahinter führt wieder auf die Seite des Tourismusportals www.urlaub-suedtirol.it.

Dass man mit Sex bzw. dem Begriff Sex Geld verdienen kann, ist bekannt. Dass man damit aber auch Assoziationen herstellen kann, die vielen Leuten nicht ganz ins Konzept passen, ist auch Fakt. Man kann hier davon ausgehen, dass auf den Betreiber des Portale eine ganze Reihe an Klagen zukommen werden. Neben der Südtirol Werbung, welcher diese Begriffe nicht ganz ins Konzept passen dürfte, sind natürlich auch viele Gastbetriebe geschädigt.

Das Südtiroler Unternehmen, weches hinter dem Tourismusportal und dessen fragwürdigen Optimierungsmethoden steht, preist sich lustigerweise gerade damit an, die Richtlinien der Suchmaschinen in Sachen Optimierung einzuhalten, da alles andere nur “einen kurzfristigen Erfolg bringt”.

Diesen Beweis sollten sie hiermit exzellent erbracht haben.

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Thema: Marketing | Kommentare (1) | Autor: roland.trebo