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Suchabfragen immer länger

Mittwoch, 25. Februar 2009 11:09

Hitwise liefert interessante Zahlen zu Suchmaschinen und Suchverhalten. So kommen auf Google in den USA nun 72,09% (+9% gegenüber 2008) aller Suchabfragen, Yahoo liegt mit 17,81% (-15%) dahinter auf Platz 2, dann folgen MSN und Ask.com mit 5,44 (-21%) und 3,31% (-21%). Google kann seine Vormachtstellung also nicht nur verteidigen, sondern baut sie sogar noch auf beeindruckende Art und Weise aus. Soweit so gut.

Das eigentlich interessante ist aber die Tatsache, dass die Suchabfragen immer länger werden. So machen Abfragen mit nur einem Wort mittlerweile nur mehr 20,29% des gesamten Suchaufkommens aus, Abfragen mit 2 und 3 Wörtern kommen auf jeweils 23,65% und 21,92%. Sogar Suchabfragen mit 4 Begriffen kommen mittlerweile auf 14,89%.

Das bedeutet in anderen Worten, dass fast 80% der gesamten Suchabfragen aus mehr als einem Wort bestehen, 56% aus mehr als 2 Worten und mehr als 34% aus mehr als 3 Worten. Immerhin 10% der Abfragen enthalten sogar mehr als 5 Wörter. Der Longtail wird also immer wichtiger.

Weiters geht aus der Studie hervor, dass viele Geschäftszweige einen wesentlichen Anteil ihres Traffics über die Suchmaschinen erhalten. Die Reiseindustrie liegt in der Abhängigkeit von den Suchmaschinen dabei mit einem Anteil 36% im vorderen Feld, dicht hinter Gesundheit und Medizin (44%), aber doch wesentlich vor anderen Branchen wie Shopping, News oder Finanzen.

(Quelle: Hitwise, Sistrix via Twitter)

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Microsoft Adsense

Montag, 21. Juli 2008 20:32

Lange hat sich Microsoft Zeit gelassen, den Internet-Zug fast schon verschlafen. Der Einkauf bei Facebook und die versuchte Übernahme von Yahoo wirkten eher als Verzweiflungsaktionen denn als Teil einer gut durchdachten Strategie. Und nachdem Google den Werbemarkt im Internet monopolisiert hat und Yahoo im Jahre 2005 mit seinem Publisher Network nachlegte, steht nun endlich auch bei Microsoft eine Art Adsense in den Startlöchern. Derzeit wird noch getestet, schon bald könnte es aber soweit sein. Aber hat Microsoft denn überhaupt noch eine Chance, den verlorenen Boden aufzuholen, die Monopolstellung von Google aufzuweichen bzw. vielleicht sogar zu brechen?

Microsoft ist Microsoft. Microsoft verfügt über das notwendige Budget, um des Produkt in großem Stil zu pushen. Microsoft kann Yahoo übernehmen. Die Hochzeit ist noch nicht vom Tisch, Yahoo signalisiert sogar Interesse, wenn auch zu einem hohen Preis. Und, last but not least, kann es sich Microsoft auch leisten, wenigstens zu Beginn höhere Provisionen als Google zu zahlen. Und da Geld bekanntlich nicht stinkt wäre dies sicher ein schlagkräftiges Argument, um viele Kunden von Google abzuwerben. Sieht für Microsoft also ganz nach einer Schlacht aus, die zu gewinnen ist.

Aber es gibt auch einige Punkte, die gegen ein Gelingen dieser Aktion sprechen: Google bewegt sich um einiges geschickter als Microsoft, wenn es um das Internet geht. Google ist im Internet aufgewachsen und hat durch die diversen Applikationen, die alle darauf ausgelegt sind Informationen zu sammeln (Adwords, Analytics, Adsense), einen gewaltigen Vorteil, wenn es darum geht den Besuchern einer Seite die richtige Werbung zu schalten. Microsoft ließ in Bezug auf das Internet bisher die Strategie vermissen. Es fehlt die Vision über die Richtung, der Kopf, der diese im Bereich Internet vorgibt.
Einen Gewinner sollte es aber auf alle Fälle geben: den Kunden, der von einem Wettbewerb nur profitieren kann.

Bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft nicht die einzige wenn auch kleine Konkurrenz von Google übernimmt und gegen die Wand fährt… Autsch!

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Bubbles 2.0

Freitag, 26. Oktober 2007 18:06

Wie schon berichtet zahlt Microsoft 240 Mio. Dollar für 1,6% von Facebook. Also für ein Unternehmen, welches heuer einen Gewinn von 30 Mio. Dollar bei einem Umsatz von 140 Mio. Dollar schreiben wird. Die 15 Mrd. Dollar, die Facebook nun Wert zu sein scheint (vor einem Monat war die Scätzung noch 10 Mrd Dollar) sollte doch sehr zu denken geben.

Facebook ist zwar aktuell die Web 2.0 Anwendung, welche am meisten diskutiert wird und in den Medien erscheint, wächst aktuell ca. 3-mal so schnell wie Myspace und verdoppelt die Anzahl der User alle 6-9 Monate (aktuell sind es über 46 Mio.), aber der von Microsoft bezahlte Preis ist jenseits von Gut und Böse. Seit einiger Zeit deutet vieles darauf hin, dass wir uns wieder in Mitten einer Blase befinden. Da nützt es auch nicht, wenn Ebay eingesteht, für Skype zuviel bezahlt zu haben, die Richtung scheint eindeutig.

Microsoft hat es sicher nötig, auf dem Web 2.0 Gebiet gegenüber Google aufzuholen bzw. zumindest aus den Startlöchern zu kommen. Zu ungeschickt und passiv bewegte sich der Riese bisher auf diesem Boden. So musste man zusehen, wie Google YouTube und Doubleklick, zwei strategisch sehr wichtige Player, einheimste. Microsoft hat hier die Entwicklung verschlafen und springt nun doch noch auf einen Zug auf, welcher sich in voller Fahrt befindet. Und das tut Weh, zumindest finanziell.

Natürlich ist es wichtig, dass man sich mit diesem Deal das Recht an Webung bei Facebook sichert und die Mitbewerber draußen hält. Aber noch viel wichtiger dürfte die Absicht sein, Facebook mit der Microsoft Search-Engine auszustatten.

Auf alle Fälle heißt es Festhalten, die Rally geht weiter…

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Thema: web 2.0, Wirtschaft | Kommentare deaktiviert für Bubbles 2.0 | Autor:

Microsoft beteiligt sich an Facebook

Freitag, 26. Oktober 2007 17:25

Wie n-tv gestern berichtet hat, beteiligt sich Microsoft an Facebook und sticht damit Google aus, welches ebenfalls ein Angebot gemacht hatte. Auch wenn man sonst immer von Übernahmen auf dem Gebiet berichtet handelt es sich hierbei bisher nur um eine Beteiligung. Microsoft zahlt demnach 240 Mio. Dollar für 1,6% (kein Schreibfehler!) von Facebook. Damit würde der Wert des gesamten Unternehmens ca. 15 Mrd. Dollar betragen. Facebook Gründer Mark Zuckerberg hatte im Vorjahr ein Kaufangebot von Yahoo in der Höhe von 1 Mrd. Dollar abgelehnt!
Facebook ist derzeit mit über 47 Mio. Mitgliedern eines der größten Social-Networks und besonders in den USA sehr beliebt.

Teil des Deals ist auch, dass Microsoft Internet-Werbung bei Facebook verkauft. Auch sei Microsoft an den Widgets, also kleinen Anwendungen, welche man auf anderen Internetseiten einbinden kann, interessiert. Diese sind ein wesentlicher Bestandteil des Facebook Networks.

Microsoft meldet sich mit dieser Beteiligung wieder zurück auf einem Feld, wo es bisher gegenüber Google meistens das Nachsehen hatte. Mit diesem Deal hat Microsoft nun aber wieder einen Fuß in der Tür, um doch nicht den Anschluss zu verpassen. Ganz zuhause ist Microsoft aber auf diesem Gebiet immer noch nicht.

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Thema: web 2.0, Wirtschaft | Kommentare (1) | Autor: